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Burnout Syndrom – bin ich bereits gefährdet ein solches zu bekommen?

Wie viele andere psychische Erkrankungen ist das Burnout Syndrom besonders tückisch, weil man einem Betroffenen die Erkrankung nicht auf den ersten Blick ansieht. Häufig machen die Betroffenen sich selber Illusionen über ihren Gesundheitszustand und denken, sie wären ja nicht „richtig“ krank. Viele Menschen sind der Ansicht, dass erst eine Erkrankung dann vorliege, wenn man körperlich so eingeschränkt ist, dass man nicht mehr arbeiten gehen kann. Diese Ansicht kann gefährlich sein und ist sogar unverantwortlich. Wenn Sie die Symptome ihres Körpers so lange ignorieren, bis Sie Stationär behandelt werden müssen, kann es schon zu spät für eine vollständige Genesung sein. Viele schrecken davor zurück, sich ein Burnout Syndrom einzugestehen, reden sich ein, nur ein bisschen „urlaubsreif“ zu sein. Wenn Sie ständig müde und gereizt sind, kann es bereits an der Zeit sein, einen Gang zurück zu schalten und die eigenen Ressourcen zu schonen. Burnout

Chronische Müdigkeit – ein Anzeichen von Burnout

Ein erstes Anzeichen des Burnout Syndroms ist ein Auftreten ständiger und chronischer Müdigkeit. Sie fühlen sich schon nach dem Aufstehen wie nach einem langen und stressigen Arbeitstag, halten den normalen Alltag nur sehr schwer oder gar nicht durch, ohne zwischendurch zu schlafen oder gar zu aufputschenden Medikamenten oder Drogen zu greifen. Meistens ignorieren wir diese Warnsignale des Burnout Syndroms und reden uns ein, dass es sich um eine Frühjahrsmüdigkeit handeln müsse. In Wirklichkeit stecken wir schon mitten in einem Burnout. Das ständige Gefühl des Ausgebrannt-Seins verursacht zusätzlichen Stress, da die Aufgaben des täglichen Lebens liegen bleiben und einen noch größeren Druck aufbauen. Hier ist die Abwärtsspirale bereits vorprogrammiert. Hinzu kommt noch das Tagesgeschäft auf der Arbeit, da fällt die eine oder andere Mittagspause einem Abgabetermin oder einer Rushhour zum Opfer. Wir vernachlässigen zunächst unser Privatleben, unsere Freunde und Familien. In einem weiter fortgeschrittenen Zustand wird selbst die Körperhygiene- und Pflege zur Herausforderung. Wer sich zu sehr in seinem Schneckenhaus verkriecht und nur noch zum Arbeiten hervorkommt, der ist einem Burnout Syndrom bereits gefährlich nahe.

erschoepfungsfalle

Im Selbsttest herausfinden, ob sich ein Burnout Syndrom ankündigt

Beantworten Sie bitte die Fragen für sich mit „ja“ oder „nein“.

– Haben Sie mehr Stress, als Sie im Alltag bewältigen können?
– Müssen Sie öfter private Termine und Verabredungen absagen, weil Sie zu viel Arbeiten?
Leiden Sie an chronischer Müdigkeit?
Sind Sie morgens nach dem Aufstehen schon so müde, dass Sie es kaum schaffen, aufzustehen?
– Lassen Sie mehr als zwei Mal pro Woche die Mittagspause ausfallen?
– Sind sie oft krank bzw. anfällig für Krankheiten und/oder Schmerzen?
– Können Sie abends nicht einschlafen, obwohl Sie hundemüde sind?Burnout
Interessieren Sie sich nicht für die Abläufe in Ihrer Arbeit, obwohl Sie früher begeistert bei der    Sache waren?
Machen Sie mehr Dinge mit sich alleine aus, weil sie sich ohnehin auf niemanden verlassen können?
– Sind Sie an mehr als zwei Abenden in der Woche über alle Maßen frustriert über Ihren Job?
Leben und arbeiten Sie manchmal wie eine Maschine, ohne emotionale oder persönliche Beteiligung?Burnout
Fällt es Ihnen schwer, sich morgens für die Arbeit fertig zu machen (etw. ordentliches Anziehen, Haare machen, schminken o.ä.)?
Müssen Sie sich nach kleineren häuslichen Aktivitäten (wie z.B. Wäsche aufhängen, Staubsaugen, Bügeln) zunächst ausruhen, obwohl sie sich im Grunde gesund fühlen?
Haben Sie an mehr als zwei Tagen in der Woche auf dem Weg zur Arbeit bereits Bauchschmerzen, Schwindelgefühl oder Kopfschmerzen?
– Fühlen Sie sich von Kollegen, Freunden und Bekannten manchmal gering geschätzt?

Burnout Syndrom behandeln und therapieren – Wege aus dem Burnout

Natürlich kann nur ein Mediziner eine qualifizierte Diagnose stellen. Unsere Fragen sollen helfen, eine Selbsteinschätzung und Hilfestellung zu geben, ob Sie Gefahr laufen, an einem Burnout Syndrom zu erkranken. Gehen Sie in sich, beantworten Sie die Fragen nur für sich selbst und seien sie auf jeden Fall ehrlich. Wenn sie mehr als acht dieser 15 Fragen mit „ja“ beantworten können, sind sie möglicherweise gefährdet, an einem Burnout Syndrom zu erkranken. Sind Sie sich unsicher, ob Sie bereits an einem Burnout leiden und stellen täglich die genannten Punkte bei sich fest, suchen Sie bitte das Gespräch zu einem Profi. Es gibt neben schulmedizinischen Behandlungsmethoden auch eine Reihe alternativer Therapieformen, die Sie in Betracht ziehen können. In jedem Fall sollten Sie die Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn ein Burnout Syndrom kann zu massiven körperlichen und psychischen Einschränkungen führen und kann Sie ein Leben lang belasten. Burnout

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